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Collectors´Choice II

Schön für besondere Menschen

Dieser Beitrag wurde am 03.10.2022 verfasst

Mit der Regensburgerin Renate Höning war in den vergangenen Sommermonaten erstmals eine Künstlerin für einen Artist in Residence Aufenthalt nach Schön eingeladen. Die Künstlerin beschäftigt sich seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Materialien für die sie jeweils eigene Zugänge entwickelt. Ihre Arbeit präsentierte sie in Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und anderen Ländern. Seit 2013 leitet sie das Atelier `Kunst inklusiv´ der Katholischen Jugendfürsorge in Regensburg. Gleichzeitig ist Renate Höning Heilpädagogin und absolvierte auch ein Goldschmiedepraktikum. Sie arbeitet an Objekten und Skulpturen sowie in den Bereichen Malerei, Zeichnung und Grafik. Stets sind es die Materialien, die sie inspirieren. Dazu zählen Draht, Glas, Papier, Silikon und zuletzt Wachs mit dem sie Objekte oder Reliefs gestaltete – dieser Werkstoff spielt auch in ihren zwischen Juli und September in Schön geschaffenen Arbeiten eine entscheidende Rolle. „Es geht mir darum, dass man in meiner Kunst Kleinigkeiten entdecken kann, dass der Betrachter oder die Betrachterin ganz genau schauen muss. In meiner aktuellen Arbeit nähe ich in Wachs getränktes Papier über Sujets, die in einer Kombination aus Malerei und Collage entstehen. Ich fixiere so eine oberste Schicht, die den Blick auf das Darunterliegende nicht völlig freigibt. Die Dinge werden nicht ganz offengelegt und manches bleibt ein Geheimnis,“ schildert die Künstlerin. Entstanden ist ein Dialog zwischen Bilderpaaren, die durch die Art der Gestaltung nicht sofort alles für die Betrachterin oder den Betrachter preisgeben.

Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen
In Ihrer Arbeit mit künstlerisch interessierten Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ist es ihr wichtig, die Menschen zu fördern und ihnen neue Techniken beizubringen, „mit jeder Person werden individuelle Wege neu beschritten,“ sagt Höning. In den drei Monaten, die sie als Artist in Residence in Schön arbeitete, entwickelte sie, ebenso unter Verwendung von Wachs, mit kunstinteressierten Kundinnen und Kunden von Schön für besondere Menschen ein Postkartenprojekt. In einer Vielzahl von Bildern, die jeweils ganz genau den Stil und die Arbeitsweise einzelner Künstlerinnen und Künstler widerspiegeln, entstand ein farbintensives Potpourri kleiner Serien an Karten, aber auch Wachsplattenradierungen mit fein gesetzten Linien und Ornamenten, kontrastiert und doch zart. Am 30. September wurden diese Arbeiten und die Bilder von Renate Höning im Rahmen einer Vernissage in der Kunsthalle in Schön vorgestellt. Die Kleinstserien oder Einzelstücke aus der Postkartenedition und einzelne Wachsplattenradierungen konnen an diesem Abend unter dem Motto „Collectors´ Choice“ auch käuflich erworben werden. Die Künstlerinnen und Künstler aus Schön und Renate Höning waren an diesem Abend anwesend.

Kreativ interessierten Menschen mit Beeinträchtigungen in ihrer Arbeit Unterstützung durch Künstler zu bieten, ist ein großes Anliegen in Schön. Durch die Einrichtung der Kunsthalle vor zwei Jahren wurde dieses Angebot noch weiter ausgebaut. Die Kunsthalle im ehemaligen Hallenbad von Schön, in der sich auch das Archiv der `KULTURFORMEN´ befindet, ist ein idealer Arbeitsrahmen zur kreativen Entfaltung.

 

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